Liening liest Lyrik im November:
Hinter eines Baumes Rinde

Manchmal braucht es nicht viel zum kleinen Glück. Hier sind es 17 Gedichte von Heinz Erhardt, die Kinder und Erwachsene gleichermaßen begeistern. Und da nun die langen Herbst- und Winterabende heranrauschen, wird Lesestoff benötigt, der gemeinsam von Großeltern, Eltern, Tanten, Onkeln und natürlich Kindern genossen werden kann.
Zusammen mit den farbenfrohen Illustrationen von Christine Sormann ist dieser Band ein ideales Mitbringsel, dass seine wahre Wirkung vielleicht über Jahre und Jahrzehnte entfaltet. Wer einmal von Heinz Erhardt infiziert ist, wird ihn nicht wieder los. Sein Werk ist inzwischen in allen Bundesländern Teil des Lehrplans, zu Recht. Doch daheim auf dem Sofa vor dem Kamin lesen sich seine Gedichte immer noch am besten . Ideales Einstiegsalter 5 bis 7 Jahre, ein Ausstiegsalter für ein Heinz-Erhardt-Buch gibt es natürlich nicht.

Heinz Erhardt

12,99 Euro

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Liening liest Lyrik im Oktober:
Wir sind abwechselnd Sonne und Meer

Nein, eine Pflichtlektüre ist dieser Gedichtband nicht. Aber allen, die an der Grenze wohnen und Gedichte mögen, bietet sich hier eine lohnende Rundreise durch viele Jahrzehnte niederländischer Lyrik. Genauer gesagt enthält dieser Ganzleinenband mit der Fietse als Titelillustration Texte seit der Jahrhundertwende – der vorletzten natürlich. Der Reiz der großen Städte, die Strände, die Nordsee – die vielen Märkte, die Mühlen, unendlich viele bekannte und manch unbekannte Bilder werden zum Leben erweckt. Auch die wechselvolle Geschichte der Niederlande wird nicht ausgespart, auch nicht die Erfahrungen mit den Deutschen – schlechte wie gute. 100 schöne und auch manch melancholische Gedichte aus den Niederlanden sind hier versammelt; und auch noch sehr gut übersetzt. Gute Idee, gut gemacht. Der Aufbau-Verlag beweist wieder einmal Mut, Geschick und Geschmack!

Wir sind abwechselnd Sonne und Meer

18,- Euro

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Liening liest Lyrik im September:
in meinem Mund ein Bumerang

Die Türkei ist in aller Munde. Wenn einem dann ein Lyrikband von türkischen Autoren/-innen in die Hände gerät, wird man aufmerksam. Und der Titel hat es in sich: „In meinem Mund ein Bumerang“.
 
Die zweisprachige Ausgabe enthält Gedichte zeitgenössischer Dichter/-innen, die sich den Mund nicht verbieten lassen. Einige Texte klingen so, als wenn sie schon in der Vorahnung der aktuellen schwierigen Verhältnisse von Zensur und Verfolgung geschrieben wurden. Gleichzeitig sind die Gedichte zutiefst sinnlich, liedhaft und manchmal sogar eher volkstümlich – aber mit starken Elementen des Protestes.
Dieser Band ist eine Fundgrube für alle, die den Dialog wollen und sich gegen das Verstummen und Verschweigen wehren.

In meinem Mund ein Bumerang

24,80 Euro

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Liening liest Lyrik im Juli:
Einmal mit allem

„Ich sehe zwar nicht dein Gesicht/ Wenn die Gedichte dich umfächeln/Doch weit, weit weg -, wo, weiß ich nicht/ Hör ich dich lachen. Und muss lächeln.“
 
Shelby Allan „Shel“ Silverstein, starb 1999 und hinterließ zahlreiche Kompositionen, Drehbücher und vor allem auch Gedichte und wunderschöne lustige Zeichnungen. Die vielleicht besten, die dieses Multitalent hinterlassen hat, sind in dem Band „Einmal mit allem“ im Kein & Aber Verlag erschienen. Die von ihm geschaffenen Figuren, wie z.B. schissige Esel und schmissige Affen, fußballspielende Forellen oder die Hexe, die nicht mit einem Besen, sondern ganz modern mit einem Staubsauger durch die Nacht fliegt, sie alle haben es in sich. Da niest auch schon mal die Betty in die Spaghetti oder der Klotroll sorgt dafür, dass es im Klo auch richtig flutscht und rutscht.
Nichts ist peinlich, alles aber möglich und die Fantasie bekommt Flügel. Ein Band für Kinder wie für Erwachsene, die richtig erwachsen sind – das sind die, die Kinder verstehen, sogar das Kind, das noch in ihnen selbst steckt.

Silverstein, Shel

18,90 Euro

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Liening liest Lyrik im Juni:
Was ist ein Gedicht?

Wie wirkt ein Gedicht, warum bleibt es im Gedächtnis haften, warum begleiten uns Gedichte ein Leben lang – auch wenn wir sie kaum regelmäßig lesen? Warum sind Sinnsprüche und Gedichte die zentralen Texte, wenn es um Geburt, Hochzeiten und natürlich auch Beerdigungen geht? Wo ist das Geheimnis? Peter von Matt zeichnet die Antworten auf, immer nahe an guten Beispielen aus dem reichhaltigen Fundus der deutschsprachigen Literatur
 
Wie entsteht ein Gedicht? Geht es um spontane Einfälle oder um quälende Stunden, Tage oder Monate, bis ein Gedicht entsteht, das die Menschen fesselt? Viele Fragen, einige Antworten. Peter von Matt zeigt in diesem aktuellen Band auf, wie wir zumindest einige Rätsel um eine der ältesten Literaturgattungen der Menschheit lösen können.

Peter von Matt

7,- Euro

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Liening liest Lyrik im Mai:
Reime und Gedichte für Kita-Kinder

Der Titel ist nicht irreführend aber er irritiert doch ein wenig. Denn warum sollten Reime und Gedichte für Kita-Kinder nur in der Kita durch Erzieher/-innen vermittelt werden? Dieses Buch gehört eigentlich in jede Familie und auch alle Großeltern sollten es kennen, um für die Besuche der Enkel und Enkelinnen einige Sprachschätze vorrätig zu haben. Neben den altbewährten Texten natürlich!

Der besondere Wert von Gedichten für Kinder liegt neben dem unzweifelhaften Vorteil des unbelasteteren und damit besseren Gedächtnisses, siehe ihre Erfolge bei Memory-Spielen, im Rhythmus von gereimten Gedichten. Die geniale Verbindung von Sprache, Melodie und Rhythmus hat ja bekanntlich zu der Redewendung geführt, dass Dichter und Dichterinnen ihr Land, ihre Umwelt, ihre Sehnsüchte und Träume besingen. So ist jedes Gedicht auch ein Lied. Und Lieder haften besser im Gedächtnis, vor allem wenn sie einprägsam und/oder mit Humor gestrickt sind und die Lebenswelt der Leser/-innen widerspiegeln. Die hier veröffentlichten Texte haben all das zu bieten. Gönnen wir unseren Kindern und Enkelkindern doch diese reiche Sprachwelt neben all dem Flimmern und Getöse der neuen Medien. Oder frei nach Goethe: „Warum nur zum Smartphone greifen, wenn die Bücher liegen nah!“
Die Autorin/Herausgeberin: Prof. Dr. Gudrun Schulz war zunächst Lehrerin und dann an der Akademie der Pädagogischen Wissenschaften tätig. Sie lehrt Deutsche Sprache und Literatur und ihre Didaktik an der Universität Vechta.

Schulz, Gudrun

19,99 Euro

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Liening liest Lyrik im April:
Blaue Gedichte

Schon bei der blauen Stunde scheiden sich die Geister. Für die meisten ist es die berühmte Stunde der Dämmerung, die romantisch verklärt in der Dichtkunst besungen wird. Für einige ist es aber auch eine markante physikalische Erscheinung des Lichts, dessen Messergebnisse in aufwändigen Zeittabellen für div. Orte amtlich bestätigt dargestellt werden. Nur in der Fotografie treffen sich die Protagonisten wieder, denn hier ist die Poesie genauso gefragt wie der geschickte Umgang mit dem Handwerk des einzufangenden Lichtes.
 
Nun, es macht jedenfalls Freude, die Farbe Blau in den Mittelpunkt einer Anthologie gestellt zu sehen und etwas wahllos und ungezielt darin zu herumzustöbern. Ob die mit Worten geweckten Assoziationen auch immer romantisch daherkommen, sei dahingestellt.
Beim „Blauen Wunder“, dessen Erleben angedroht wird, hört der Spaß endgültig auf, besonders dann, wenn das Ergebnis die markanten „blaue Flecken“ sein sollten.
Trotzdem, ein schöner Gedichtband, auch wenn ich Ihnen mit dieser Empfehlung nicht „das Blaue vom Himmel“ versprechen kann.

Hrsg.: Sander, Gabriele

5,- Euro

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Liening liest Lyrik im März: Schleuderfigur

Es gibt zahlreiche zeitlose Gedichte. Und es gibt ausgesprochen zeitgemäße, die vielleicht irgendwann zeitlos werden? Vielleicht.
 
Die Gedichte in diesem Band handeln von Neuorientierungen, Neubestimmungen, Orientierungssuchen - sowohl in den verwandten Bildern als auch in den Worten selbst. Die 1961 in Karl-Marx-Stadt geborene und in der DDR aufgewachsene Autorin hat sich Zeit ihres Lebens immer wieder neu sortieren müssen. Und sie fühlt sich ein in andere Existenzen, denen es ähnlich ging und geht.
 
Schleuderfigur, der richtige Gedichtband in einer Zeit der Unruhe, der Lügen und Verleugnungen. Hier schreibt eine Frau, die den Kampf um die richtigen, die ehrlichen Worte noch nicht aufgegeben hat - auch deshalb eine zeitgemäße wie notwendige Veröffentlichung.

Hensel, Katrin

17,99 Euro

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Liening liest Lyrik im Februar:
In meinen Träumen läutet es Sturm

„Da kann der Mensch ... weil er sich selber liebt – den Nächsten lieben.
Ich freue mich, dass ich mich an das Schöne
Und an das Wunder niemals ganz gewöhne.
Dass alles so erstaunlich bleibt, und neu!
Ich freue mich, dass ich ... Dass ich mich freu.”
 
Eines der schönsten Gedichte Mascha Kalekos endet mit diesen Zeilen. Es trägt den Titel „Sozusagen grundlos vergnügt” und ist in der vielleicht eindrucksvollsten Sammlung der Dichterin veröffentlicht: In meinen Träumen läutet es Sturm.
 
Dieser Titel ist Programm und kennzeichnet das Werk einer Frau, die zwischen allen Polen liebte und lebte und für alle Lebenssituationen die richtigen Worte fand Bei ihr finde man einen ironisch zärtlich melancholischen Ton, so Thomas Mann. Sie fand Worte, die zeitlos noch heute berühren und begeistern.

Kaleko, Mascha

7,90 Euro

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Liening liest Lyrik im Januar:
Schlimmstenfalls wird alles gut

Wenn die Erwartungen nicht mit dem übereinstimmen, was dann wirklich geschieht? Für eher pessimistisch eingestellte Zeitgenossen geht es immer dann gut aus, wenn das Leben die graugestimmten Phantasien korrigiert und den Alltag eher wider Erwarten vergoldet.
 
Warum nicht gleich etwas gelassener an den Alltag herangehen und Augen, Ohren, Herz und Hirn einfach erwartungsvoll offen halten? Wer so an den hier empfohlenen Gedichtband herangeht, wird belohnt. Rose Ausländer Elisabeth Borchers, Berthold Brecht und viele andere haben Gedichte geschrieben, die Mut machen, die trösten, die Ruhe vermitteln und die uns vielleicht sogar etwas Altersweisheit mit auf den Weg geben.
 
Zu Beginn des Jahres vielleicht die richtig Kost, um erst gar nicht Trübsinn aufkommen zu lassen.

Paul, Clara (Hrsg.)

8,- Euro

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Liening liest Lyrik im Dezember:
Mach dein erstes Türchen auf

Reclam, da denken viele an die schmalen gelben Bändchen, die früher klassenweise bestellt wurden, um die Klassiker preiswert studieren zu können. Klassiker, das sind Theaterstücke, Novellen und Gedichte, die sich in Lehrplänen festsetzen wie Zecken im Hundefell. Einmal eingefangen –wird man sie nur schwer wieder los. Generationen von Schülerinnen und Schülerinnen nähren sich vom gleichen Stoff.
Dass nun gerade der Reclam Verlag einen Band mit NEUEN Weihnachtsgedichten herausbringt, ist geradezu sensationell. Natürlich dürfen all die Klassiker von Matthias Claudius bis Theodor Storm unterm Weihnachtsbaum nicht fehlen. Aber daneben haben vielleicht auch neue Verse Platz, nachdenkliche wie lustige. -Alle Jahre wieder / kommt das Weihnachtsfest, / und wir sind zwei Kilo schwerer, / wenn es uns verlässt.- (G. Bydlinski).
Das ist die Wahrheit, alles andere ist Glaubenssache!

Leitner, Anton G.

10,- Euro

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Liening liest Lyrik im November:
Das Liebesleben der Stimmen

Hendrik Rost, geboren 1969 in Burgsteinfurt, gehört schon viele Jahre zu den Dichtern, die das Spiel mit den Worten meisterlich beherrschen. Worte werden gebrochen, angeschoben, verschoben, zusammengesetzt, gedreht und gewendet. Schon der Titel seines ersten Veröffentlichung im Jahre 1995 ließ aufhorchen: Vorläufige Gegenwart.
Die Bandbreite seiner Themen ist dabei gewaltig. Ähnlich wie ein moderner Physiker, der sich kaum entscheiden kann, ob er den kleinsten Teilen der Materie nachjagen soll oder versprengten Galaxien, spürt Rost in der Sprache den kleinsten und den größten Dingen nach.
„Ich lasse den Fingern/ freien Lauf, sie sollen spüren, / wo das Aufhören beginnt”. Rost geht sprachlich bis zur Grenze – und er spielt mit den Grenzen, überschreitet sie. Hier reiht sich nicht einfach ein Wort an das andere. Man merkt den Sätzen an, dass sie vor dem Niederschreiben einige Purzelbäume hingelegt haben. Auf jeden Fall das richtige Buch, um etwas kreative Unruhe in den wohligwarmen heimischen Lesesessel zu bringen.

Rost, Hendrik

18,90 Euro

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Liening liest Lyrik im Oktober:
Hundert Gedichte

Brecht: rationalistisch, dabei unbequem, umstritten, trotzdem sehr einflussreich.
Auch jetzt, 60 Jahre nach seinem Tod, streiten sich die Geister um die Wirkung des Werkes von Bertold Brecht, den großen Theatermann. Dass er auch ein Lyriker war, rund um die großen Themen Liebe, Politik, Tod usw., dass ist eher unbekannt. Der Band „Hundert Gedichte” liefert einen hervorragenden Querschnitt sowohl in der Auswahl der Themen, als auch der Jahrzehnte seines Schaffens. Und immer noch wirken die Zeilen aus seinem beeindruckensten Gedicht „An die Nachgeborenen”:
 
„Ihr, die ihr auftauchen werdet aus der Flut
In der wir untergegangen sind
Gedenkt
Wenn ihr von unseren Schwächen sprecht
Auch der finsteren Zeit
Der ihr entronnen seid.”

Brecht, Bertolt

12,50 Euro

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Liening liest Lyrik im September:
Der Arche Kinder Kalender 2017

Am Anfang jeder Woche daran erinnert werden, dass wir nicht allein auf der Welt sind, dass es überall auf der Welt schöne und kluge Gedichte gibt und herrliche Bilder und Illustrationen. Das alles bietet in jedem Jahr der Arche Kinder Kalender. Neben der deutschen Übersetzung findet sich dabei fast immer das Original, polnisch, spanisch, ukrainisch, arabisch usw. usw. Ganz nebenbei vermittelt der Kalender mit viel Spaß unbekannte, aber mit Witz gewählte Worte, z.B. Papadam für Fladenbrot – oder er öffnet den Blick für die große weite Welt: „Da fliegt da fliegt der Komet – sein weißer Schweif sein schwarzer Kopf ihm trefflich steht.” So in einem Gedicht aus Portugal.
Der Arche Kinder Kalender 2017 – gehört eigentlich mehr in die Küche als ins Kinderzimmer, denn dort treffen sich sowieso immer alle und reden über alles, manchmal sogar über alles, was so in der Welt passiert oder im Kalender steht – eben!
Arche Kinder Kalender 2017

Arche Kinder Kalender 2017

18,- Euro

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Liening liest Lyrik im August:
VERSschmuggel / VERSsmokkel

Die Frankfurter Buchmesse wirft ihre Schatten voraus. Gäste sind in diesem Jahr die Niederländer und die Flamen. Dazu passt ein bereits erschienener Band des hochangesehenen Wunderhorn-Verlages, der immer wieder mit außergewöhnlichen Projekten aufwartet.

„VERSschmuggel/VERSsmokkel” ist ein solches Projekt. Dichter und Dichterinnen aus den Niederlanden & Flamen und Deutschland trafen sich zu einem Poesiefestival und übersetzten jeweils im Duo ihre Texte. Unterstützt wurden sie dabei von professionellen Übersetzern/-innen. Einer der Herausgeber ist der in Berlin lebende Lyriker Jan Wagner, der zuletzt mit seinen Gedichtbänden „Die Eulenhasser in den Hallenhäusern” und „Regentonnenvariationen” großen Erfolg hatte.
Poesie als Versschmuggel/Verssmokkel über die Grenzen, die richtige Erfrischung in der gegenwärtigen Europakrise!

Heyse, Nele

12,95 Euro

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Liening liest Lyrik im Juli:
Zeit ist eine Kugel

Bekannt als Schauspielerin und Autorin einiger Erzählungen und Romane legt Nele Heyse nun ihren ersten Gedichtband vor. Darin reflektiert sie ihre Entwicklung vom jungen Mädchen zur lebenserfahren Frau mit allen Höhen und Tiefen. Mit gefühlsbetonten Zeilen trifft sie auf emphatische Weise den Zeitgeist. Denn sie trifft zielsicher und kurz und knapp die Punkte, auf die es im Leben ankommt und verliert sich nicht in der Schilderung langweiliger und ermüdender Nebensächlichkeiten. Ein mitreißendes Debüt.

Heyse, Nele

12,95 Euro

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Liening liest Lyrik im Juni:
Hundert Gedichte

'Froh schlägt das Herz im Reisekittel, vorausgesetzt man hat die Mittel.' Kurz und treffend etwas auf den Punkt bringen, das konnte er, Wilhelm Busch (1832 - 1908). Er war Maler, Zeichner, Verfasser von Aphorismen, Gedichten, Bildergeschichten?ein vielfach begabter Humorist mit dem notwendigen Schuss Lebensweisheit.
Dass der Aufbau-Verlag nun 100 seiner Gedichte in einem strapazierfähigen schönen Band herausgebracht hat, verdient doppelte Anerkennung. Nicht nur, dass dadurch einer der Großmeister der heiteren deutschen Dichtkunst angemessen herausgestellt wird - auch passt diese Auswahl ins Reisegepäck. Nicht nur der spannende Krimi oder der große Familienroman sollten als Reiselektüre den Weg in die Koffer finden, sondern auch der eine oder andere Gedichtband für zwischendurch.
Und wenn es einen packt, kann man ja auch mal wieder ein Gedicht auswendig lernen, mit an den Strand oder auf den Gebirgspfad nehmen und schmunzelnd ein paar Zeilen rezitieren. Busch hat es jedenfalls verdient, dass er von Generation zu Generation weitergereicht wird.
Dieser Band zeigt zudem auf eindrucksvolle Weise, dass er sehr viel mehr als 'Max und Moritz' geschaffen hat.

Busch, Wilhelm

12,50 Euro

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Liening liest Lyrik im Mai:
Könnte ich meine Sehnsucht nach dir sammeln

Stellen Sie sich vor, Sie machen ein Foto und schicken es jemandem, der dazu ein Gedicht schreibt - bis um Mitternacht, nachdem das Foto angekommen ist. Und das jeden Tag, ein ganzes Jahr lang. Corinna Bernburg (Fotos) und Zoran Drvenkar (Texte) haben dies einfach mal gemacht und herausgekommen ist dabei ein wunderschönes Buch.
Manchmal leicht und heiter, manchmal besinnlich und hintergründig. Für jeden Tag und jede Stimmung ist etwas dabei.
Und es zeigt sich wieder einmal, dass die Schwarz-Weiß-Fotografie in ihrer absoluten Konzentriertheit auf Hell-Dunkel-Kontraste, seichte Grautöne oder klare Formen oft etwas anderes oder manchmal sogar mehr erfasst als die überwuchernde Farbfotografie.
Diese feiert in anderen prächtigen Bildbänden ihre eigene Welt.
Aber hier in diesem Band ist vieles vielleicht eher auf den Punkt gebracht. Bilder und Texte passen vorzüglich zusammen.
Nehmen Sie sich Zeit für dieses Buch, es lohnt sich. Auch als Geschenk ein Volltreffer.

Bernburg, Drvenkar

22,99 Euro

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Liening liest Lyrik im April:
Liebe in Lokalen

Hier tritt einer in ganz große Fußstapfen, nämlich in die von Ringelnatz, Kästner, Heinz Erhardt??.. Christian Maintz! ?Liebe in Lokalen?, 2016 erschienen bei Kunstmann, ist ein Volltreffer.
Der Autor versteht sein Handwerk und ist vor allem ein Meister der Schlusspointe. In seinem Gedicht Rebhuhnjagd erschießt z.B. das Rebhuhn den Jäger. Und dieser erinnert sich post mortem an die Worte seines schon lange verblichenen Oheims: ?Studier Informatik und meide den Wald?. Ja, allein mit dieser Zeile trifft Maintz auf mehr als ironische Weise den Zeitgeist . Die Jungs gehen nicht mehr mit der Flinte in den Wald, nein, sie sind dem PC verfallen ? das ist sicherer, da passiert einem nichts. Berufswunsch: Irgendwas mit Medien!
Falls Sie allerdings gerade selbst auf der Jagd sind, z.B. nach einem erfrischenden Buch, das wach macht und die Freude an der Sprache feiert? Hier ist es! Besonders vor allem als Geschenk für Leute mit Humor geeignet. !

Liebe in Lokalen

19,90 Euro

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Liening liest Lyrik im März 2016:
Babelsprech

Das lässt aufhorchen. Junge Lyriker und Lyrikerinnen aus dem deutschsprachigen Raum treffen sich, tauschen ihre Erfahrungen, ihre Werke aus, kommen ins Gespräch und veröffentlichen ihre Auswahl gemeinsam. Der Titel ist Programm 'Lyrik von Jetzt'. Ein mutiges Projekt, dass Beachtung verdient. Manchmal muss man einfach das Neue probieren. Es ist wie beim Essen, sich einen Ruck geben und mal etwas anderes wagen.
Hier lohnt es sich, versprochen!

Babelsprech

19,90 Euro

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Liening liest Lyrik im Februar 2016:
Wild

'Als ich ein Kind war / Kamen die Vögel / Aus der Unterwelt. /Sie kamen aus dem Sonnenaufgang'

So wie in diesen Zeilen beginnen viele Gedichte des Autors; eine mythische, verträumte Welt tut sich auf.
In Nigeria geboren, später in London aufgewachsen, anschließend Studium der Literaturwissenschaften ... Ben Okri wurde bekannt durch zahlreiche Romane, bis heute in zwanzig Sprachen übersetzt.
Dieser im Verlag Das Wunderhorn erschienene Band zeigt eine andere Seite des Schriftstellers, nämlich eine macht- und kraftvolle wie verspielte lyrische Sprache.
Eine wichtige Stimme zwischen alter und neuester Geschichte, zwischen den Kontinenten und Kulturen. Der Titel 'Wild' ist hier Programm, Okris Gedichte machen wach, rühren auf und konfrontieren scheinbar unvereinbare Welten - frischer Wind im Lyrikdschungel!

Okri, Ben

18,90 Euro

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Liening liest Lyrik im Januar 2016:
Mal deine Wünsche in den Himmel

Wenn der Kulturkanal 3sat schon verkündet: 'Gehört in jeden Bücherschrank' ? dann verdient das schon erhöhte Aufmerksamkeit. Jeden Tag gibt der Sender eine solche Botschaft nicht heraus.
Kurzum, ich schließe mich an. Dieser Band ist eine geniale Verbindung zwischen Kunst und Lyrik, zwischen alten und neuen Gedichten und klassischen Kunstwerken wie zeitgenössischen Bildern.
Dann soll er auch noch dem Anspruch gerecht werden, das Interesse von Kindern und Erwachsenen gleichermaßen zu wecken. Wird er! Dieses Buch kann man allein verschlingen oder zu zweit, es ist Häppchenweise genießbar, Seite für Seite und auch ein Stöberbuch für einen ganzen Nachmittag oder Abend.
Christine Knödler, die schon einmal mit der Auswahl für 'In wenigen Worten die ganze Welt' geglänzt hat, hat auch hier wieder ein goldenes Händchen bewiesen.

Knödler, Christine

19,99 Euro

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Liening liest Lyrik im Dezember:
Eines Tages, Baby

Da soll noch einer oder eine sagen, dass die Jugend keine Worte mehr findet.
Nein, im Gegenteil! Julia Engelmann z.B. gehört zu den ganz großen jungen Sprachtalenten hierzulande. 'Die Stimme einer ganzen Generation', so schwärmt Radio Bremen, wenn es um die 1992 in Bremen geborene Poetry-Slam-Künstlerin geht. Bei Goldmann ist nun bereits in der 7. Auflage ihr Band 'Eines Tages Baby' erschienen. Das ist die erste Sammlung ihrer tatsächlich grandiosen Texte, mutig, aufrüttelnd und vor allem unkonventionell:
'Es ist doch so: Wir können alles sein, wir haben, was wir brauchen, und wo immer wir sind, da gehören wir auch hin.'
Suchen Sie ein generationsübergreifendes Geschenk mit frischen Texten für die Adventszeit oder Weihnachten? Hier ist es. Das Buch einer jungen Frau, die auch noch Engelmann heißt? Das passt doch zur Jahreszeit!

Engelmann, Julia

7,00 Euro

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Liening liest Lyrik im November: Herrn Cogitos Vermächtnis

Zbigniew Herbert, polnischer Lyriker, Dramatiker und Essayist (1924-1998), hat sich formal und inhaltlich zwar an den großen Werken der europäischen Dichtkunst orientiert, auf der anderen Seite aber hat er auch neue Bilder und vor allem eine eigene leicht ironische Sprache gefunden. Aus seinem umfangreichen Werk sticht der hier vorgestellte Band besonders hervor. 89 Gedichte sind hier versammelt, ernst und heiter, aber immer in leisen Tönen geschrieben. Gleichzeitig gibt diese Sammlung die gesamte thematische Bandbreite seines Schaffens wieder. Die Sinnlosigkeit des Krieges genauso wie die Schönheit des Lebens und auch die vielfältigen Facetten des einfachen täglichen Lebens.

Zbigniew. Herbert

19,99 Euro

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Liening liest Lyrik im Oktober: Herbstgedichte

Hesse, Eich, Rilke, Bachmann, Storm und Trakl, alles berühmte Dichter/innen, sie allein machen noch keinen Herbst ? sieht man einmal davon ab, dass die Anfangsbuchstaben ihrer Namen das Wort H e r b s t bilden. Aber allein das Wort Herbst weckt die unterschiedlichsten Assoziationen: Wärmflasche, Kartoffelfeuer, Laub, Kastanien, nasse kalte Tage aber auch kühle Luft und kahle Äste bei blauem wolkenlosen Himmel usw. usw.

In dem hier besprochenen sehr preiswerten Bändchen sind die Gedichte von mehr als 50 Autoren/innen versammelt. Alle treffen das Thema sicher aber auf unterschiedliche Weise und alle besingen die Jahreszeit, die vielleicht am ehesten die besondere Melancholie weckt, die beim Lesen vom Hirn ins Herz geht. Vergänglichkeit und trotzdem reiche Ernte, das ist der Spannungsbogen und das Bild, in dem sich der Herbst bewegt. Am Ofen zu lesen, mit einem Heißgetränk, versteht sich!

Herbstgedichte

3,00 Euro

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Liening liest Lyrik im September: Nichts ist versprochen

Alle, die sich schon einmal mit den Ergebnissen von Schreibwerkstätten Jugendlicher beschäftigt haben, stellen fasziniert fest: Ein großer Teil der dort geschriebenen Gedichte sind Liebesgedichte. Also: das Liebesgedicht hat immer noch Hochkonjunktur. Und es gehört in Zeiten mächtiger neuer Medien mit ihren Bilderwelten nicht nur Mut sondern auch das Können dazu, das eigene Liebesleben, die Sehnsüchte, die Enttäuschungen und auch Glücksgefühle in eine eigene Sprache zu fassen und auch noch zu veröffentlichen.
Dass auch die Profis, also die zeitgenössischen Schriftsteller und Schriftstellerinnen mit Rang und Namen, heute wie früher intensive, schöne und berührende Texte verfassen, zeigt die hier besprochene Anthologie mit 300 Gedichten auf wunderbare Weise.

Gnüg, Hiltrud

8,80 Euro

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Liening liest Lyrik im August:
Ein Hut, ein Stock, ein Regenschirm

Mit Kindern leben und lachen, nicht nur auf sie aufpassen, das ist es! Leicht gesagt, wenn es draußen nur regnet oder die Sonne so vom Himmel brüllt, dass eigentlich nur an Siesta zu denken ist. Ja? Wie sich dann beschäftigen? Mein Tipp für den wahrscheinlich auch wetterbedingt launischen August: Dieser Band mit wunderbaren kleinen pfiffigen Texten. Sollte in jedem Haushalt stehen. Das Lachen beim Lesen ist garantiert, oder auch das Schmunzeln, z.B. beim Betrachten der wunderbaren Illustrationen von Eva Muggenthaler.

Eva Muggenthaler, Mascha Schwarz (Hrsg.)

24,95 Euro

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Liening liest Lyrik im Juli:
Glück reimt sich nicht auf Leben,
na ja, so ist das eben

Urlaub? Bücher? Machen Sie es sich nicht so schwer. Nehmen Sie nicht so viele von den schweren Büchern mit, also im doppelten Sinne, weder in Gramm noch in ?Grips?! Bjarne Mädel hat überaus leichte Kost in einem schmalen, leichten Gedichtband veröffentlicht.
Richtig, Bjarne Mädel, das ist der Mann, der auf unnachahmliche Weise den ?Ernie? Heisterkamp in der Fernsehserie Stromberg verkörpert und auch den ?Tatortreiniger? in der gleichnamigen Serie mimt.

Sein Gedichtband ist vor allem voll von kleinen und oftmals schrulligen und nicht ganz gewöhnlichen Einfällen und Wortspielen. Das liest sich alles sehr leicht. Doch wer meint, er könne eben auch selbst mal ?so nebenbei? solche Zwei- oder Vierzeiler aufs Papier bringen, der irrt.
Die Gedichte haben wie so oft bei Satirikern doppelten oder dreifachen Hintersinn und dadurch Qualität. Dem absoluten Meister des Vierzeilers, dem legendären Frantz Wittkamp, wird Bjarne Mädel wahrscheinlich nie das Wasser reichen können. Aber dieser erste Band hat es trotzdem in sich und er ist im positiven Sinne etwas speziell. So nimmt der Autor sich auch selbst auf´s Korn: ?Es ist doch wirklich wie ein Fluch/ jeder Promi schreibt ein Buch?. Aber Mädel muss sich mit diesen Gedichten nicht verstecken.
Eine leichte und überaus amüsante Lektüre für einen schönen Sommerabend, nicht mehr, aber auch nicht weniger!

Mädel, Bjarne

6,99 Euro

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Liening liest Lyrik im Juni: So jung wie die Hoffnung

'Ich werde älter. Ich zerdrücke keine Mücke mehr. Keine Fliege. Mein Fuß wird vorsichtig:
Würmer, Nachtfalter begleite ich vornehm zum Portal, die Wespen setzen sich fromm auf mein Butterbrot....und ich bewege mich ncht.' So Jörg Federspiel in einem seiner Gedichte.
Geht es Ihnen auch so? Oder ahnen Sie es vielleicht schon? Älter zu werden kann auch oft mehr Gelassenheit mit sich bringen. Und gerade die kleinen Dinge und Formen geraten ins Blickfeld, und vor allem ihr Wert. So zum Beispiel auch Gedichte und kleine Geschichten und hier besonders die, bei denen die Besinnlichkeit und das Schmunzeln den Leser oder die Leserin begleiten. Andrea Wüster hat bei Reclam wunderbare Texte zum Thema Älterwerden zusammengetragen und der Anthologie den etwas provokanten Titel 'So jung wie die Hoffnung' gegeben. Uneingeschränkt zu empfehlen für alle, die beim Älterwerden nicht verbittern, sondern mit versüßter Melancholie und viel Freude leben und lesen möchten.

So jung wie die Hoffnung

10,00 Euro

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Liening liest Lyrik im Mai: Ich bin so knallvergnügt erwacht

?Ich bin so knallvergnügt erwacht. / Ich klatsche meine Hüften. / Das Wasser lockt. Die Seife lacht./ Es dürstet mich nach Lüften.? So beginnt das Gedicht ?Morgensonne? von Joachim Ringelnatz. Hier wird poetisch ausgerufen, was uns im Frühling antreibt. In satten Bildern beschreiben die besten Dichterinnen und Dichter die Aufbruchsstimmung nach dem Winter. Dieser Band sollte dabei sein, wenn wir aktuell so nach und nach die Terrasse und den Garten mit unseren lichthungrigen Körpern erobern. Dazu passen ein leichter Salat und ein ebenso leichter Rosé, vielleicht vom Spätburgunder ? um noch eine kleine Erinnerung an den samtweichen Roten zu beschwören, mit dem wir dem kühlen Winter trotzten. Jetzt aber Prosit Mai! Und dies knallvergnügt mit guter Lyrik!

Ich bin so knallvergnügt erwacht

7,00 Euro

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Liening liest Lyrik im April: Wildbirnenbaum

Es gibt Maler und Malerinnen, die auf einzigartige und unnachahmliche Weise in der Lage sind, schonungslose und unverblümte Selbstporträts zu schaffen. Denken wir nur an van Gogh. Es gibt Dichter und Dichterinnen, die ebenso wahrhaftig und ehrlich mit sich selbst umgehen, in sich hineinhorchen und in einer verständlichen Sprache immer wieder Bilder von sich schaffen, sprachliche natürlich. Eva Strittmatter ist darin eine Meisterin. In Gedichten aus vier Jahrzehnten legt sie Zeugnis ab vom Leben und Vergehen, von ihren Ängsten, Verzweiflungen aber auch Wünschen und Träumen.
Besonders auffällig ist, wie sie sehr oft die Spannung zwischen Alltag und einer davon befreiten Welt auslotet ? und dies oft mit Naturschilderungen. Allein der Titel dieses Gedichtbandes ist schon ein grandioser Hinweis auf diese Spannung, nicht ?Birnbaum? sondern ?Wildbirnenbaum? , so schön kann die deutsche Sprache schon in einem Wort daherkommen.

Strittmatter, Eva

7,95 Euro

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Liening liest Lyrik im März: Fortgesetztes Vermächtnis

Günter Kunert wird am 6. März 86 Jahre alt. Diese Stimme hebt sich immer noch heraus aus dem Lyrikdschungel. Eine Stimme, klar wie ironisch, heiter und trotzdem nüchtern. ?Der Chronist krankt an der Zeit/und zwar chronisch? schreibt er. Dass so einer in der DDR anecken musste, versteht sich . Die Staatssicherheit bescheinigte ihm eine ?miesmacherische Tendenz?. 1979 folgte die Ausreise. Seinen kritischen, markanten Ton hat Kunert auch viel später nach der Wende nicht verloren. So in seinen ersten Zeilen des Gedichtes -Genesis- aus dem Jahre 2005: 'In die Endlichkeit hineingeboren/und ganz und gar gleich/verschworen dem Maschingang der Fakten, zurechtgemacht zum Unrecht, vergebens zum Verkauf bestellt........' Da spricht ein Anwalt der Menschen und des Menschlichen. Dass der Dichter auch im hohen Alter diesen Kampf führt, zeichnet ihn aus. Seine zahlreichen Literaturpreise hat er mehr als verdient - und.... dass dieses Alterswerk seine aufmerksame Leserschaft findet.

Kunert, Günter

14,90 Euro

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Liening liest Lyrik im Februar: Mein Lieblingsgedicht - Prominente antworten

Wenn der Schauspieler Jan Fedder ein Gedicht von Ringelnatz als Lieblingsgedicht aussucht, verwundert dies nicht. Auch nicht, dass Sepp Maier, der legendäre Torhüter der Weltmeistermannschaft von 1974, das Gedicht ?Die Grille sitzt im hohen Gras? ausgewählt hat.
Immerhin hat der sympathische Fußballer schon dadurch Humor bewiesen, dass er in einem Spiel einer verirrten Ente hinterher hechtete. Seine Auswahl ist also standesgemäß. Schon mehr überrascht, dass Wolfgang Schäuble und Hanns Dieter Hüsch, der eine Politiker, der andere Kabarettist, sich als Lieblingslyrik auf einen biblischen Vers einigen konnten. Und Marietta Slomka, den meisten nur bekannt als ZDF-Heute-Moderatorin, schwärmt für Rainer Maria Rilke: ?Der Knabe?.
Dieser Band vermittelt auch unbekanntere Gedichte, immer ausgesucht von bekannten Persönlichkeiten. Das macht die Spannung aus. Und was braucht der Mensch im kalten langweiligen Februar? Spannung, was sonst? Farbe in den Text, von ernst bis heiter!

Mein Lieblingsgedicht

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Liening liest Lyrik im Januar: Jeder Augenblick ist ewig

Da ist einer, der glaubt, dass man die Welt doch noch positiv verändern kann. Konstantin Wecker, einer der als Sänger auf der Bühne schon mal sehr laut wird, ächzt, schreit und auch seine Wut herausbrüllt. Dass er auch leise und zart singen und spielen kann, wissen seine Fans, die ihn auf der Bühne live erlebt haben. Ihn als Lyriker zu erleben, gerade mittelbar in diesem Band, ist ein Genuss. Da springt er uns nicht direkt an wie als Sänger, das ist durchaus von Vorteil. Vor allem kann man sich Pausen gönnen, innehalten und einfach mal nachdenken über das, was dieses Urgestein an Kraft, Humor, Widerborstigkeit, aber auch Zärtlichkeit und federnder Leichtigkeit auf´s Papier gebracht hat. In seiner Sprache erinnert er an Hilde Domin, Marie Luise Kaschnitz oder auch Eva Strittmatter.
Wecker klingt manchmal sehr weiblich, ein echter Kerl eben, mit allen Wassern gewaschen:br> ?Bohr ein Loch in den Sand,
sprich ein Wort hinein,
sei leise,
vielleicht
wächst dein kleines Vertrauen.?
Wecker hat was zu sagen, und er sagt es auf seine Weise ? meine Empfehlung für den Januar, Energie für die Zeit bis zum Frühjahr, von Wecker kann man zehren.

Wecker, Konstantin

9,90 Euro

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Liening liest Lyrik im Dezember: Der erste Frost kommt unverlangt

Knisternde Kamine, Rauhreif, vielleicht ein Gläschen Glühwein dazu. Und natürlich etwas Lyrik! Dieser Lyrikband bringt den Winter ins Haus, endgültig. Die merkwürdig warmen Tage im Oktober und November sind endgültig vorbei. Der Dezember macht Schluss mit der handschuhfreien und wärmeflaschlosen Zeit. Auf den Dezember ist Verlass. Er bittet Väterchen Frost herein und lässt uns zittern. Gut, dass es neben all den kulinarischen, medizinischen und anderen Hilfsmitteln auch noch Bilder, Geschichten und vor allem Gedichte gibt, die uns die harte kalte Zeit etwa erträglicher machen. Benn, Brecht, Heine, Morgenstern und Ringelnatz stehen uns zur Seite und liefern uns lyrische Antifrostschutzmittel. Sicher, ein gutes Gedicht vertreibt nicht die Kälte, versüsst aber den Triumph über Väterchen Frost. Schön, wenn man auf der sicheren Seite ist, eine warme Stube, genug Licht zum Lesen - und diesen Gedichtband, mehr braucht man nicht!

Der erste Frost kommt unverlangt

14,00 Euro

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Liening liest Lyrik im November: ?Und hab am Gras mein Leben gemessen?

Zwei Themen stehen im Mittelpunkt des hier vorgestellten Gedichtbandes: Die Natur und das Alter. Johannes Kühn, im Februar 80 Jahre alt geworden, schaut zurück auf sein Leben, häufig selbstironisch, häufig auch mit tiefer Ernsthaftigkeit. Genauso sensibel, wie er das Werden und Vergehen in der Natur beschreibt, trifft er auch den richtigen Ton zum Thema Alter und Älterwerden. Schonungslos und trotzdem behutsam mit sich, den anderen und der Umwelt umgehen.
Johannes Kühn kann es. Doch er scheut die Öffentlichkeit, d.h. die Welt der Talkshows, Interviews und großen Reden. ?Ich brauche nicht über mein Leben zu sprechen, weil ja alles in den Gedichten steht?. So ist es, auch wenn man sich etwas Zeit nehmen muss um die schönen Bilder seiner Lyrik auf sich wirken zu lassen. Lyrik wie gemacht für den November, passt zu dicken Socken oder Wärmflaschen, Kamin und Heißgetränken!

Kühn, Johannes

14,90 Euro

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Liening liest Lyrik im Oktober: Oktober, Gedichte

Die Stimmung und das Wetter, das ist ein Pärchen mit immer wieder neuem Gesicht. Also der Oktober zum Beispiel, den kann man dann sprachlich korrekt und sachlich abhandeln, in Meteorologensprache klingt das so: ?Im Herbst wandert die mittlere Lage der polaren Frontalzone wieder weiter nach Süden. Dadurch können die Wolken- und Niederschlagsbänder der Zyklonen wieder häufiger auf das mitteleuropäische Festland übergreifen. Die Anzahl nasskühler Witterungen nimmt bis zum November hin immer mehr zu?. So der Deutsche Wetterdienst. Also so geht das nicht: ?die nasskühle Witterung?, mit solchen Begriffen kann man kaum den Oktober besingen. Für die richtige Stimmung, vielleicht schon am Kamin, braucht der Leser, vor allem der mit Gefühl, anderen Stoff. Karl Krolow, einer der größten deutschen Dichter des letzten Jahrhunderts: 'In Wirklichkeit ist alles/ ganz einfach: Gerüche, /Kastanien, Eicheln/ oder ein Sack voller Obst'. Schön, das wir auch eine poetische Sprache für den Herbst haben! Und grandiose Dichter der deutschen Sprache haben wir viele. Dieser kleine Gedichtband hat es in sich: Reiche Ernte.

Oktober, Gedichte

5,00 Euro

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Liening liest Lyrik im September: Die Berge

Wie wäre das: Eine zünftige Bergtour und als Belohnung für erwanderte Kilometer nicht nur eine ordentliche Mahlzeit, sondern bitte auch etwas Kultur auf die einsame Berghütte. Wer dieses hier vorgestellte Bändchen aus dem Reclam-Verlag im Rucksack hat, ist dabei immer auf der sicheren Seite; auch wenn es nur gilt, am heimischen Kamin von den Bergen zu träumen.
Dichterinnen und Dichter von Zuckmayer über Hesse bis Britting liefern hier wunderbare Bilder in Versform. Dabei ist alles, vom Blick aus dem Tal bis zum Freudengeheul der Gipfelstürmer. Die Faszination der Berge in Worte fassen, darum geht es. Georg Britting z.B. gelingt es wie vielen anderen in diesem Band:
?Über den Alpenwall/Mausnackt, schneeblaß, eisgrau/Und dann kühldammernd blau/Erhob sich aus schwarzem Tal/Die Sonne??????.

Jaegle, Dietmar

6,00 Euro

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Liening liest Lyrik im August: Firlefanz Ganz und gar und gar und ganz

Jens Sparschuh, geb. 1955, gehört zweifellos zu den bekanntesten zeitgenössischen Dichtern für Kinder und muss hier auch als Herausgeber nicht besonders vorgestellt zu werden. Aber dass Susanne Straßer, geb. 1976, mit ihm zusammen eine Gedichtsammlung gestaltet hat, gehört zu den neueren Glücksfällen auf dem Buchmarkt. Die Presse überschlug sich regelrecht nach dem Erscheinen dieses Prachtbandes und im SWR 2 Radio wurde es auf den Punkt gebracht: ? Ein farbenprächtiger Spaß für alle Sprachakrobaten, Buchstabenmixer und Wortliebhaber.?
Dieses Buch passt ins Wohnzimmer wie ins Kinderzimmer, spricht Alt und Jung gleichermaßen an.
Für Wortwitz gibt es keine Altersgrenze. Und dieses Buch ist eine kleine Versicherung gegen Langeweile im Hochsommer, egal ob bei brütender Hitze oder im Dauerregen: Bücher machen unabhängig und man kann mit ihnen auf Reisen gehen.
Und noch eine Schlussbemerkung: Nichts gegen E-Books, wunderbar, sie haben zweifellos ihre Vorzüge ? aber was ist ein E-Book angesichts eines solch farbsatten und schön gemachten Bildbandes? Mein Vorschlag für die Stiftung Buch des Jahres.

Sparschuh, Jens

24,95 Euro

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Liening liest Lyrik im Juli:
Das verspielte Papier

Ach, Sie lesen kaum Lyrik, bzw. Gedichte? Das könnte sich ändern. Der Untertitel dieser Neuerscheinung verrät, dass es um den Umgang mit Gedichten geht, dem Verständnis, der Lust und dem Spaß, manchmal auch um guten Trost: 'Über starke, schwache und vollkommen misslungene Gedichte'. Der Titel selbst ist dann schon wieder eine lyrische Herausforderung: - Das verspielte Papier- . Die Autorin verschreckt die Leser/-innen aber nicht mit verquasten Wortfetzen oder komplizierten Ausführungen über Versmaß und Metrik, sondern erklärt ganz einfach an Beispielen, was es mit der wundervollen, manchmal auch wundersamen verdichteten Welt zwischen Hirn und Herz, Gefühl, Verstand, Bildern und Worten auf sich hat. Das Buch ist so ein wenig ein 'Sesam-öffne-Dich' für alle, die der Lyrik bisher vielleicht etwas ehrfürchtig oder sogar gleichgültig gegenüberstanden. Ein sorgfältig zusammengestelltes Namensverzeichnis komplettiert dieses Buch, das hier als wertvoller Einstieg in die Poesie wärmstens empfohlen wird.

Das verspielte Papier

14,99 Euro

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Liening liest Lyrik im Juni:
O süßes Nichtstun

Herrliche Zeiten, es ist warm, die Sonne scheint, na ja, der Juni könnte es bringen, der Mai war ja stellenweise so eine Art April. Was jetzt? Aktiv werden? Oder doch besser die Beine hoch legen, genießen, erholen?
Wer sich auch nur auf Zeit für die letztgenannte Idee entscheidet, bekommt mit diesem Band Schützenhilfe von den besten Dichterinnen und Dichtern deutscher Sprache. O süßes Nichtstun! Nicht immer ohne Ergebnis - Ringelnatz zum Beispiel schließt sein wunderbares Gedicht 'Mein Wannenbad' mit den schönen Sätzen; zum Ende des Bades natürlich: 'Und während die Fluten sich gurgelnd verschlürfen / Spannt mich das Bewußtsein wie himmlischer Zauber/ Mich überall heute zeigen zu dürfen./ Denn ich bin sauber.- '
Also dann mit gereinigtem Körper und entspannter Seele und diesem Gedichtband in den Sommer, was will man mehr.

O süßes Nichtstun

14,00 Euro

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Liening liest Lyrik im Mai 2014
Schöner Rausch

Sie haben es alle getan, nicht nur die Deutschen, auch die Japaner, Franzosen, Senegalesen usw. Alle! Ja, sie alle, die großen Dichterinnen und Dichter aller Epochen und aller Länder haben den Rausch besungen, sicher auch häufig berauscht gesungen oder geschrieben.
Der Titel dieser hier besprochenen Wein- und Bierpoesiesammlung, mehrheitlich natürlich Weinpoesie, ist treffsicher gewählt. Allerdings enthält das schöne Bändchen auch einige Verse über die dunklen Seiten der Zecherei. Denn nach so mancher Nacht ?mit Sternen auf dem Kittel? (Brecht) und einem ?letzten kühlen Schluck vor dem Hahnenschrei? (Luigi Malerba) meldet sich doch der eine oder andere Kater oder vielmehr sein ?Besitzer?, der sich geschädelt an den Schreibtisch schleppt und über diese unschöne Seite des Rausches sehr ironische und bittere Zeilen aufs Papier bringt.
Eine abwechslungsreiche Reise durch die Welt des Rausches zwischen Wonne und Warnung.

Hrsg.: Mendlewitsch, Doris;
Herbst, Hiltrud

10,00 Euro

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Liening liest Lyrik im April:
Und alles wird erinnert

»Doch es gab Jahre die keiner zählte / königliche / als wir unter alten Eichen spielten / und die Ewigkeit bei uns war.« Das ist Poesie, knapp, zart, schwebend im Ton.
Wenn es jemanden gibt, der polnische Lyrik behutsam und werkgetreu ins Deutsche übersetzen kann, dann ist es Bernhard Hartmann.
Zu seinen Übersetzungen zählen Gedichte von u.a. Tadeusz Ró?ewicz, Adam Zagajewski, Tomasz Ró?ycki, Artur Szlosarek und der großen alten Dame der polnischen Dichtkunst, Julia Hartwig.
2013 erhielt er für seine Übersetzungen den Karl-Dedecius Preis. Der hier empfohlene Band erhält die wichtigsten Gedichte aus den Jahren 2001 bis 2011. Die 1921 geborene Autorin blickt in ihrer letzten Veröffentlichung auf ein bewegtes Leben zurück, ein Leben zwischen Schmerz, Glück, Höhen und Tiefen. ?Das Leben verstehen? könnte ein Untertitel dieses Bandes sein.

Und alles wird erinnert
Gedichte 2001-2011

17,00 Euro

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Liening liest Lyrik im März:
Die schönsten Frühlingsgedichte

Das erste Grün, die ersten Blüten - zugestanden, der Februar hatte da schon ein paar gelungene Versuche vorzuweisen. Aber ab März kann das schon mal ein flächendeckendes Grün an mancher Ecke geben. Die Baumärkte rüsten um, auch da wird es grüner. Die Prospekte, die ungefragt ins Haus flattern, versprechen Frühlingslust als abgepackte Containerware. Das kann doch nicht alles gewesen sein. Natürlich nicht, wir brauchen Poesie. Und die ist in dem hier vorgeschlagenen Band reichlich vertreten.
Die großen Meister wie Goethe, Schiller und Eichendorff und andere zeigen hier, dass sie nicht nur gut beschreiben konnten. Sie haben ihre Gefühle in wunderschöne Zeilen gekleidet.
Männer! Es geht also doch! Frische und Sehnsucht auf einer bunten, turbulenten Waagschale, über keine andere Jahreszeit kann man so schreiben. Auf geht´s !

Die schönsten Frühlingsgedichte

8,00 Euro

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Liening liest Lyrik im Januar:
Und meine Seele spannte weit ihre Flügel aus
Hundert deutsche Gedichte

Der Aufbau Verlag, bekannt für seine sehr schönen Anthologien, schön auch in der Aufmachung, bringt in diesem Band Gedichte aus sechs Jahrhunderten heraus. Für alle, die sich bisher nicht so recht an Lyrik herangetraut haben, bietet diese einzigartige Sammlung einen idealen Einstieg.
Auffällig ist die Vielfalt der angesprochenen Themen und die Bandbreite der Ausdrucksformen. Klassiker von Wilhelm Busch, Joseph von Eichendorff und anderen bekannten Dichtern/-innen sind dabei genauso vertreten wie eher unbekannte wie Ursula Krechen, Helga M. Novak oder Thomas Rosenlöcher, von denen man aber noch hören wird. Sowohl als Geschenk als auch für das eigene Lyrikregal eignet sich diese Neuerscheinung.

Und meine Seele spannte weit ihre Flügel aus

12,99 Euro

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Liening liest Lyrik im Dezember: Wie die weißen Flocken fliegen

Schnee entsteht, wenn sich in den Wolken feinste Tröpfchen unterkühlten Wassers an Kristallisationskeimen (zum Beispiel Staubteilchen) anlagern und dort gefrieren.
Wissen wir jetzt, was Schnee ist? Nein, natürlich nicht, denn Schnee ist ein Erlebnis, eine Erinnerung, ein Bild, viele Bilder und ?.er löst tiefe Gefühle in uns aus: ?Und wir gingen still im tiefen Schnee, still mit unserem tiefen Glück, gingen wie auf Blüten??. So Richard Dehmel, einer der zahlreichen Dichter und Dichterinnen, die in dem schön gestalteten kleinen Reclamband mit Gedichten vom Schnee vertreten sind.

Dieses kleine, feine Buch sollte man dabei haben, wenn man sich die Schuhe abklopft, jemand ?Herein? ruft, einem der Duft gebratener Äpfel entgegenweht und man nach wenigen Minuten mit einer heißen Tasse Tee oder Glühwein am Fenster sitzend die Gastfreundschaft eines netten Menschen und den Blick auf die weiße Winterlandschaft genießt. ?Ach, ich hab da noch was für Dich!? ? ?Was denn?? Ja, Dieser Gedichtband könnte es sein!

Wie die weißen Flocken fliegen Ausgewählt von Alexander Kluy

7,95 Euro

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Liening liest Lyrik im November: Der Frosch hat einen Frosch im Hals

Schon der Titel macht Lust auf mehr Sprachsinn vielleicht auch -unsinn. Hier ist eine Praktikerin am Werk, die weiß, wie man Kinder und auch Erwachsene mit humorvollen und vor allem rhythmisch klar konturierten Zeilen packen kann. Christa Zeuch hat im Gegenwind-Verlag eine amüsante Reise durch die Welt der Tiere veröffentlicht, Gabriele Elsler hat die Zeichnungen beigesteuert. Sie passen mit ihrer eindeutigen Bildaussage und ihrem kräftigem Strich vorzüglich zu den meist kurzen und prägnanten Texten der erfahrenen Autorin. Dieser Band sollte bei einem der seltenen Besuche im herbstlichen Park oder Tierpark nicht fehlen.
Mein Tipp: Unbedingt in den Tierpark mitnehmen, wohlig gewärmt sich in der Cafeteriapause gegenseitig das eine oder andere Gedicht vorlesen und so etwas Farbe in den grauen Alltag bringen.

Zeuch, Christa

7,90 Euro

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Liening liest Lyrik im Oktober: Windgeflüster

In der Nachkriegszeit hat die amerikanische, auch die britische und die französische Literatur einen gewaltigen Einfluss auf deutsche Schriftsteller und natürlich auch die Leser/-innen gehabt. Dabei wird oft übersehen, dass die sogenannten Siegermächte ihre Kultur nicht einfach den Deutschen überstülpten, sondern dass das Interesse einer verratenen Generation riesengroß war, Kultur aus anderen Ländern förmlich in sich aufzusaugen. In einer Zeit, in der nun die Karten neu gemischt werden und vor allem China im Konzert der großen Wirtschaftsmächte eine immer größere Rolle spielt ? die Frage: Erschöpft sich das Interesse an China im Verständnis von Wirtschaft, Politik, Sitten, Gewohnheiten? Geht´s um kulinarische Expeditionen? Oder geht es um viel mehr, ein tieferes Verständnis, z.B. der Literatur Chinas. Die Lyrik hatte in China immer einen großen Stellenwert. Hier liegt nun ein Band vor, der ein zentrales Thema der asiatischen Philosophie berührt, die Vergänglichkeit. Genau das richtige für den Herbst!

Windgeflüster

14.95 Euro

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Liening liest Lyrik im September: John Marr und andere Matrosen

Das muss man sich einmal vorstellen. Herman Melville, der eines der größten Bücher der Weltliteratur schuf, Moby Dick natürlich, ließ einen Gedichtband in einer Auflage von 25 Stück drucken. Aber das, was er da so bescheiden später an seine Freunde verschenkte, hätte ihm auch ohne seinen Roman einen Platz in der ersten Reihe der amerikanischen Literatur verschafft. Wunderbare Charakterzeichnungen verwegener mutiger Männer sind ihm da gelungen - wilde Kerle allemal, aber nicht unsymphatisch: 'Lachtest über dein Leben, als ob´s nur ein Spiel sei. Ein Held in deiner Leichtigkeit warst du, Jack Roy.'

Melville hat sie selbst erlebt, diese Seeleute, er gehörte selbst zu ihnen, heuerte er doch auf einem Walfänger an. Er beschreibt in seinen Gedichten keine heroischen Überflieger, sondern Männer, die alle Höhen und Tiefen durchleben, keine Legenden wie die von Klaus Störtebeker, von dem wir inzwischen wissen, dass es ihn nie gegeben hat, reiner Mythos!

Aber gerade weil die Seefahrt heutzutage mehr von Technikern, Lageristen und Maschinisten lebt, ist dieser Blick zurück so wohltuend - auf eine Zeit, die nicht immer angenehm war, nicht immer romantisch, aber auf jeden Fall etwas abenteuerlicher. Und dieses Buch ist schön gemacht, im Schuber, schöne Zeichnungen von Pascal Cloétta. Der Mare Verlag zeigt sich wieder von seiner besten Seite. Suchen Sie ein Geschenk für einen echten Kerl, der auch schon mal sinnend in der Abendsonne sitzt und La Paloma pfeift? - Hier ist es.

Melville, Herman

EUR 24,-

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Liening liest Lyrik im August: So sehen wir das!

Erwachsene sollten mehr auf Jugendliche hören. Sie sollen mehr auf Jugendliche eingehen. Sind solche Sätze nur hohle Phrasen oder der ernstgemeinte Versuche, mit Jugendlichen in einen Dialog zu treten? Und wie soll das vor sich gehen?

Einen interessanten Perspektivwechsel ermöglicht der bei Beltz und Gelberg in der Reihe GULLIVER erschienene Band ?So sehen wir das!? Jugendliche schreiben über ihre Gewalterfahrungen, ihre Ängste, ihre Ohnmacht, aber auch über ihre Hoffnungen und Stärken, so Finja Helmken:
?Doch du stehst auf,
du bist mutig,
du bist stark, du
nimmst deine Kraft
zusammen und lässt dich nicht verdammen?

Die hier versammelten Gedichte und Raps sind nicht nur für den Unterricht, sondern auch als Gesprächsanlass zwischen Eltern und Jugendlichen, Eltern und Jugendlichen untereinander geeignet. Besonders beim gegenseitigen Vorlesen gibt allein der klar strukturierte Rhythmus auch Erwachsenen die Chance, sich etwas in die Welt der Jugendlichen einzufühlen, ohne sich auf billige Weise anzubiedern.
Einfach ein Perspektivwechsel, nicht mehr und nicht weniger ? und er erleichtert den Dialog!

So sehen wir das!
Jugendliche schreiben Gedichte und Raps über Gewalt

EUR 6,95

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Liening liest Lyrik im Juli: Flaschenpost mit Weltgeist

Er war einer der meistzitierten Lyriker der Nachkriegszeit - Fritz Graßhoff. Nach Krieg, Elend, Vertreibung, Hunger und Elend war er einer der ersten, der durch seine Zeilen wieder Lust machte auf Genuss, Abenteuer und wilde Zeiten. Seine 'Halunkenpostille' wurde durch eine illustre Schar von Schauspielern und Schauspielern interpretiert, darunter Inge Meysel, Schobert und Black und viele andere.
Eva Demski hat ihn vielleicht am treffendsten beschrieben: Vagabund, Bänkelsänger, Malerpoet.
Stimmt, Maler war er ja auch noch.
Aber hier nun meine literarische Empfehlung für den Juli: Fritz Graßhoff, wiederentdeckt, und wieder aufgelegt , gebunden, Lesebändchen, passt noch in den Koffer, und ab in den Urlaub! 'Nimm mich mit Kapitän, auf die Reise' Na? Richtig! der Text stammt auch von ihm. Fritz Graßhoff, eine echte Wiederentdeckung.

Graßhoff, Fritz

EUR 22,95

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Liening liest Lyrik im Juni: Jahrbuch der Lyrik 2013

Also trauen wir uns, also springen wir hinein in die zeitgenössische Lyrik, lassen wir einmal die vertrauten Namen ruhen ? wenden wir uns den unbekannten Lyrikern zu. Es ist wie mit moderner bildender Kunst, Neuer Musik, vielleicht auch Jazz. Und es ist wie mit dem Sprung ins kalte Wasser, irgendwie unangenehm, aber hinterher schwärmen alle darüber, wie erfrischend es war. So geht es mir mit diesem Band, wieder aufgetaucht aus wirklich irritierendem Wortgemisch ist der Kopf frei für Neues. Versuchen Sie esselbst einmal, manchmal bringt es doch etwas, die Perspektive zu ändern und sich neuen Sprachwelten zu öffnen.

Buchwald/Wagner

EUR 19,99

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Lienig liest Lyrik im Mai: ABC und Tintenklecks

Hier das Büchlein, dass im Frühling und Sommer in keinem Picknickkorb fehlen darf. Für den unschlagbaren Preis von 4 Euro hat der Reclam-Verlag auf 99 Seiten ein wunderbares Getümmel aus Abzählreimen, Rätseln, Spielen und kleinen Geschichten zusammengesammelt.

Endlich mal wieder ein Bändchen, dass ich nicht nur in Anbetracht des Preises mit den herrlichen Worten: 'Da könn´se nix falsch machen' anpreisen kann. Der Spaß ist so groß, dass sich mit diesen Texten sogar jede langweilige Bahnfahrt und jeder verregnete Urlaubstag in eine freudige Buchstabenfresserei verwandeln lässt. Müde Kinder werden munter, garantiert auch die Erwachsenen.

'Wer Möhren isst, sieht Möhren besser ? wer mehr liest, frisst Bücher kesser. Auch dieser Reim macht keinen Sinn - trotzdem schrieb ich ihn hier hin' Sehen Sie, und schon sprudelt die eigene Textfabrik, sehr anregend ist dieses kleine literarische Schatzkästchen.

ABC und Tintenklecks

EUR 4,00

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Liening liest Lyrik im April: Alle Tage ein Gedicht

'...genug und rascher mit der Zeit- dreht sich was bleibt', so Doris Runge in dem Gedicht 'Andere'. Vielleicht ist diese Lyriksammlung diejenige, die man in der Qual der Wahl auf die einsame Insel mitnehmen sollte.

Eine herrliche Begegnung mit bekannten und unbekannten Autoren, Texte für fast alle Lebenslagen und Jahreszeiten und vor allem auch tröstliche Zeilen wie die folgende von Johann Peter Hebel aus seinem Neujahrslied: 'Und wo eine Träne fällt, blüht auch eine Rose.'

Ja, das kann ein gutes Gedicht, etwas sagen, was man sonst so nicht sagen kann. Das braucht der Mensch -und dies vor allem eine gute und möglichst lange Zeit vor der letzten Zeitungsanzeige, also diejenige mit dem schwarzen Rahmen

Dieses Buch ist angefüllt mit hoffnungsfrohen aber auch nachdenklichen Lyrikschätzen.
Mit 416 Seiten hat der Aufbau Verlag einen prächtigen Sonderband mit Gedichten für das ganze Jahr herausgebracht, eines für jeden Tag.

Alle Tage ein Gedicht -365 lyrische Momente

EUR 16,99

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Liening liest Lyrik im März 2013:
Bilden Sie mal einen Satz mit?.
Ein Dichterwettstreit

Francis Picabia hat einmal gesagt:
? Unser Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann?.

Robert Gernhardt hat uns mit ?Bilden Sie mal einen Satz mit?..? einen kleinen Schatz hinterlassen, bei dem das Denken so witzig aber krumm daher kommt, dass man nicht glaubt, es entstamme einem runden Kopf.

Von der ersten bis zur letzten Seite lebt dieser Band vom Spaß an der verdrechselten Sprache.

Eine Probe? ?. oder besser noch ein paar Zeilen über den Probanden?

Proband:
Das Dichterleben hasst er:
Proband kriegt er kaum Zaster.

Noch eine Kostprobe:
Mein Husten klingt recht ungesund:
Ich Belfast wie mein Schäferhund.

Laut zu lesen vor dem Kamin, bis der Frühling kommt.. ohne Husten natürlich, denn Lachen heilt bekanntlich!

Gernhardt, Robert

EUR 8,00

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Liening liest Lyrik im Februar: Ein Licht unterm Dach

Manches ist unmöglich.
Shel Silverstein schreibt darüber ? wunderbare Gedichte, dazu herrliche Zeichnungen auf fast jeder Seite!
Der Mond, der mit dem Mondfangenetz eingefangen wird. Der Schularbeitenapparat, der alles übernimmt, dann aber doch scheitert. Die unkratzbare Juckstelle zwischen den Schulterblättern, unmöglich ranzukommen. Und was passiert, wenn man alles, was man berührt, zu Götterspeise wird?nicht auszudenken.

Dieser Gedichtband macht locker, auch Erwachsene:
?Der kleine Fledermäusemann
Fing plötzlich an zu gellen:
?Nun knipst doch mal das Dunkel an;
Ich hab so Angst im Hellen.?

Silverstein, Shel

EUR 16,90

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Liening liest Lyrik im Januar 2013: Gold und Silber

Das Gold der Tage, das Silber der Nächte, der Jahre??..Nicht nur als zusätzliches Mitbringsel für die goldene oder die silberne Hochzeit ist diese aktuelle Anthologie geeignet. Die Qualität und Vielfalt der Texte ist so beeindruckend, dass sie zu vielen anderen Anlässen zitiert werden sollten. Und alle Gedichte sind so meisterlich geschlagen, gedreht, gezogen, gegossen und geprägt ? dass sie wie Gold und Silber in seinen schönen Formen weit über den schnöden Mammon und die bloße Funktion und den materiellen Wert hinausweisen- in eine Welt, wo das Träumen noch erlaubt ist. Texte, die im Kopf noch kreisen dürfen, schön zu genießen im Schaukelstuhl oder in der Hängematte.

Gold und Silber

EUR 8,00

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Liening liest Lyrik im Dezember: Wörterwechsel

Sie haben es alle gemacht, jedenfalls fast alle! Von Walter von der Vogelweide über Johann Wolfgang von Goethe bis hin zu Oskar Pastior und natürlich Ernst Jandl. Der letztgenannte war sicherlich der moderne Großmeister dieses Fachs, nämlich des Spiels mit den Worten.
Überraschende Wechsel und Wendungen, Lust und Freude an der Sprache, Lust und Freude aber auch an Windigem, Verdrehtem und Verhextem ? so Goethe mit seinem Hexeneinmaleins.
Der Reclam-Verlag hat nun eine sehr schöne Sammlung herausgebracht, mit der man sich die Zeit im Zug, das Warten im Wartezimmer und den Gang zum Amt sehr gut verschönern kann. Poetische Sprachspiele, dieser Untertitel passt - und vor allem macht dieser Band Lust auf das Selbermachen: ?Weihnachten winterlichtet wurstsalatig?..

Wörterwechsel -Poetische Sprachspiele

EUR 7.95

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Liening liest Lyrik im November: Schöne Nixen knicksen

Ja, der Ringelnatz, er hat uns unvergessliche Zeilen hinterlassen: Von den Ameisen, die nach Australien reisen wollten, vom männlichen Briefmark, der vor seiner Abreise noch etwas Schönes erlebte oder dem Bumerang, der überhaupt nicht mehr zurückkam von seiner kurzen Reise.
Seine berühmtesten Gedichte haben sich, wie die Psychologen gerne sagen, in das 'kollektive Gedächtnis einer ganzen Nation eingebrannt'. Warum also noch einen weiteren Band mit Ringelnatzgedichten herausbringen?

Die Antwort lautet: Weil die See ruft! Die Meeresgedichte des Dichters ,der tatsächlich selbst zur See gefahren ist, hat der Mare Verlag jetzt in einem wunderschönen Band herausgebracht. 'Schöne Nixen knicksen', so der Titel, der einige Überraschungen bereithält.
'Die Badewanne prahlte sehr: Sie hielt sich für das Mittelmeer', schön zu lesen in der eigenen Badewanne.
Viel Vergnügen!

Ringelnatz, Joachim

EUR 20.00

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Liening liest Lyrik im Oktober:
Die Möwen sehen alle aus, als ob sie Emma hießen

?Ein Schnupfen hockt
auf der Terrasse,
auf dass er sich ein Opfer fasse?

Hier zeigt sich der Meister, er gibt dem Schnupfen eine Gestalt, die vielleicht genau jetzt im kühlen Oktober seinen Opfern auflauert. Falls sich überhaupt noch jemand auf die Terrasse traut, dann womöglich mit heißem Tee, einer wärmenden Decke und ??.diesem Gedichtband!?
Genau die richtige Lektüre zum Herbstbeginn. Denn neben den bekannten heiteren und verschrobenen Versen finden sich hier auch Zeilen, die zum Nachdenken anregen, zum Innehalten ? einen vielleicht noch unbekannten Christian Morgenstern gilt es hier zu entdecken. Sicher ist dies auch ein Bändchen, das man als kleines Geschenk bei einem Krankenhausbesuch, einer Einladung zu Kaffee und Kuchen oder als kleines Extra zum Geburtstag mitbringen kann. Oder ?für einen selbst?, wie der Grafschafter sagt, mit Glühwein am Kamin, Morgenstern am Abend? Warum nicht!

Morgenstern, Christian
Ausgewählt von Thomas Kluge

EUR 8.99

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Liening liest im September: Die schönsten Balladen

Beim Umgang mit Balladen gibt es zwei Möglichkeiten. Die erste ist, man musste sie zum Beispiel in der Schule auswendig lernen. Das ist und war grauenvoll, denn Balladen sind oft lang und welchen Grund sollte es geben, diese Liebe-, Herz-, Mord- und Todgeschichten in Reimform im Gedächtnis mit sich herumzuschleppen? Es gibt aber noch eine andere Möglichkeit: Man kann sich an ihnen einfach erfreuen, denn das lustvolle Grausen und Brausen in Form von Reimen hat etwas von alten Sagen, Zaubersprüchen und Märchen. Versuchen Sie es einmal, tut nicht weh und mit 4 Euro noch nicht einmal teuer. In diesem kleinen Bändchen ist für jeden etwas dabei, von traurig bis lustig, Triebe bis Liebe, von Gletscherspalte bis Lachfalte ? lesen Sie selbst.

Polt-Heinzl, Evelyne; Schmidjell, Christine

EUR 4.00

inkl. MwSt.
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Liening liest im August: Weil Lachen fröhlich macht:
Das Gedichte-Schnupperbuch

Wilfried Wittstruck ist Professor für Germanistik an der Universität Vechta. Was ihn so besonders macht ist die Herausgabe und wissenschaftliche Begleitung der wunderbaren Reihe ?Gedichte für neugierige Kinder?, erschienen im Boje Verlag. Die bisher erschienenen Bände zeichnen sich durch eine übersichtliche gut lesbare Aufteilung der Texte und vor allem durch die sparsamen, aber eindrucksvollen Illustrationen aus.

Weniger ist manchmal mehr: Zu einem unschlagbar günstigen Preis, nämlich 5,00 Euro, gibt es nun ein Gedichte-Schnupperbuch. In dieser Anthologie sind alle bisher erschienenen Autoren und Autorinnen vertreten, so auch Jutta Richter, die den Kindern mit wenigen Zeilen die Angst vor der Nacht nimmt:

?Am Himmel hängt ein Lachen
denn draußen ist schon Nacht
und alle Sterne tanzen
weil Lachen fröhlich macht.?

Als kleines Geschenk für kleine und große Menschen hier wärmstens empfohlen, passt und gehört in jeden Ferienrucksack.

Gedichte-Schnupperbuch

EUR 5.00

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Martin Liening empfiehlt im Juli: Fallstreifen

Gottfried Benn hat sich über die Naturlyriker einst amüsiert, sie seien die ?Bewisperer von Gräsern und Nüssen und Fliegen?.
Das Besingen der Natur zwischen Wehleidigkeit und Pathos kann insbesondere bei öffentlichen Lesungen eine wahrhaftig nervtötende Angelegenheit sein. Umso erfrischender, dass sich ein junger Dichter wie Nico Bleutge traut, über seine Naturerfahrungen zu schreiben. Hier aber mit einem Rhythmus und einer Sprache, die unmittelbar aus dem Horchen, Lauschen und Staunen zu kommen scheint. Die von ihm gesammelten Sinneseindrücke bringt er mit einer solchen Leichtigkeit aufs Papier, dass man zwischen den Zeilen schweben und versinken möchte.
Eine neue starke Stimme im deutschsprachigen Poesiedschungel. Nicht von ungefähr erhält Nico Bleutge 2012 den Erich-Fried-Preis.
Fallstreifen- ein Gedichtband für einen Abend auf der sommerlichen Terrasse, den Blick auf den Garten gerichtet. Dazu passt ein leichter Chardonay oder Sauvignon Blanc. Wohl bekomm´s !

Bleutge, Nico

EUR 12,90

inkl. MwSt.
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Martin Liening liest Lyrik im Juni: Wetterleuchten

?Immer zu klein gewesen.
Immer die Spiegel zu hoch.
Sah nie mein Gesicht?

?Wetterleuchten? ist ein Band mit zahlreichen Gedichten über das Loslassen und Trennen , aber auch über die Stärke von Verbindungen und Beziehungen. Dabei gelingt es der Lyrikerin immer wieder, Bilder sowohl für die ganz persönliche Ebene als auch für die politische Ebene zu finden. Erstaunlich ist, dass die Autorin bisher lediglich in Anthologien und Zeitschriften veröffentlicht hat. Hier nun das Beispiel dafür, das es nie zu spät ist, ein Buch zu schreiben. Ein Debüt mit 86 Jahren, und was für eins, starke Poesie einer bisher fast unbekannten ostdeutschen Dichterin.

Dorn, Anne

EUR 16,80

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Liening liest Lyrik im Mai 2012: Knalltüten

Knalltüten?... und dann noch aus dem Osten? Weimar? Oh ja, bitte gerne, wenn es sich um einen so schönen Gedichtband gleichen Namens handelt, herrlich illustriert von Katrin Kadelke. Der Erfurter Kabarettist und Autor Ulf Annel hat herrlich knalltütige Wortspielereien und Gedichte für Leute zwischen 8 und 99 Jahren geschrieben. Ein Frühlingsgruß des kleinen aber feinen Bertuch-Verlages, erschienen im März 2012, eine kleine blühende Landschaft aus dem Osten - zwischen zwei bunten Buckdeckeln! Empfohlen für Kinder im Lesealter, humorvolle Erwachsene, Grundschullehrer...

Ulf Annel

EUR 12,80

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Liening liest Lyrik im April 2012: Klassisches ? Satierliches ? Besinnliches

Heinz Erhardt, einer der Großmeister des Wortspiels, taucht inzwischen sogar verstärkt im Deutschunterricht auf. Natürlich und insbesondere der Klassiker: 'Hinter eines Baumes Rinde, saß die Made mit dem Kinde', wunderbar.

Neben den zahlreichen Gedichtsammlungen, die als Taschenbücher die Regale bevölkern, gibt es aber auch eine Gesamtausgabe im Schuber. Der Lappan Verlag hat sich der Sache angenommen und die Frage 'Darfs auch etwas mehr sein?' kann zumindest an der Literaturtheke mit einem klaren Ja beantwortet werden.

3 Bände im Schuber, klasse aufgemacht, als Geschenk für alle Erhardtfans aber auch zur täglichen Befeuerung der schlechten Laune mit herzerfrischenden Zeilen wärmstens empfohlen.

Erhardt, Heinz

EUR 39,95

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Liening liest Lyrik im Januar:
Wie´s auf dem Mond zugeht

'In meinen Träumen läutet es Sturm', ist einer der bekanntesten Gedichtbände Mascha Kalékos (1907 -1975). Weniger stürmisch, eher sanft und poetisch klingen dagegen die Verse, die sie in den dreißiger Jahren für ihren kleinen Sohn geschrieben hat:
'Der Mann im Mond hängt bunte Träume,
Die seine Mondfrau spinnt aus Licht,
Allnächtlich in die Abendbäume,
Mit einem Lächeln im Gesicht.'
Der wunderbare Gedichtzyklus ist nun in der Reihe ?Gedichte für neugierige Kinder? im Boje Verlag erschienen. 'Wie´s auf dem Mond zugeht', so der Titel, wunderbar und zauberhaft illustriert von Verena Ballhaus. Mascha Kaléko für Kinder; das richtige Buch für den Januar, eins zum Einkuscheln hinter dem Ofen, versprochen!

Kaléko, Mascha

EUR 9,95

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Liening liest Lyrik im Dezember:
Gedichte zur Weihnacht

'Wann gibt´s denn endlich Geschenke?'
'Wie lange braucht der Braten dennnoch?'
'Nun deck wenigstens schon mal den Tisch!'
'Geh mir nicht auf die Nerven, geh Holz hacken!'

Das wünscht sich niemand. Weihnachten und besonders Heiligabend als Eiligabend mit viel Stress. Ungemütlich soll es nicht werden. Besinnlich, fröhlich, lustig? Ja! aber bitte nicht gries und grämig. Nun gibt es keine Garantie für ein schönes Weihnachten, aber es gibt einige Helfer, die für die richtige Stimmung sorgen können.
Ein solcher Helfer kann auch ein bedruckter und geprägter Leinenband sein, im goldfarbenen, weihnachtlichen Outfit, rotes Vorsatzpapier, rotes Bändchen, darin auf 256 Seiten eine Auswahl der schönsten und besten Weihnachtsgedichte, von besinnlich bis brüllend komisch. Hier ist für jeden etwas dabei. Gedichte zur Weihnacht, erschienen bei Reclam. Sich selbst damit beschenken und am Heiligabend daraus den Liebsten vorlesen, den Weihnachtsrummel auch mal ausbremsen, wunderbar!

Gedichte zur Weihnacht
Brücke

Reclam Verlag

EUR 14.00

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Buchhandlung Viola Taube

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